Haus im Grünen - Hamburg

Hamburg
Tellmann Architektur

Haus im Grünen

Kubische Wohnarchitektur mit lebendiger Klinkerfassade in Hamburg

In einem gewachsenen Wohnquartier in Hamburg entstand auf einem rund 520 Quadratmeter großen Grundstück ein Einfamilienhaus, das auf die räumliche Enge seiner Umgebung mit einer differenzierten Baukörpergliederung reagiert. Das architektonische Konzept von Architektin Heike Tellmann verbindet klare Geometrien, gezielt gesetzte Öffnungen und eine lebendige Klinkerfassade zu einem eigenständigen architektonischen Ausdruck.

Der zweigeschossige Baukörper entwickelt sich aus mehreren gegeneinander versetzten Volumen. Vor- und Rücksprünge gliedern die Gebäudemasse und schaffen unterschiedliche räumliche Bezüge zum Grundstück. Die in den Baukörper integrierte Garage ist Teil dieser Komposition. Ihre Anordnung reduziert die versiegelten Erschließungsflächen und ermöglicht eine großzügigere, nach Süden orientierte Gartenfläche. Gleichzeitig entstehen geschützte Außenräume, die dem Bedürfnis nach Privatheit innerhalb der dichten Nachbarschaft Rechnung tragen.

Die innere Organisation folgt einer klaren funktionalen Trennung. Während sich das Erdgeschoss mit den gemeinschaftlichen Wohnbereichen zum Garten öffnet, nimmt das Obergeschoss die privaten Schlafräume auf. Die Grundrissstruktur erlaubt eine spätere Anpassung an veränderte Nutzungsanforderungen.

Materialität und Fassadenwirkung

Im Kontrast zur geometrischen Strenge der Baukörper steht die lebendige Materialität des Mauerwerks. Die Fassade wurde mit Wittmunder Klinker der Sortierung 68 im Dünnformat (DF) ausgeführt. Das rot- bis dunkelbunte Farbspiel reicht von erdigen Rottönen bis zu dunklen, teilweise bläulich nuancierten Bereichen. Die natürlichen Farbverläufe erinnern in ihrer Anmutung an historische Ringofenklinker und Torfbrandklinker. Unregelmäßige Oberflächen verleihen dem Mauerwerk eine ausgeprägte Plastizität.

Das schmale Steinformat von 240 × 115 × 52 mm erzeugt eine feine horizontale Schichtung. In Verbindung mit der rustikalen Oberflächenstruktur entsteht eine Fassadenwirkung, die sich je nach Lichteinfall verändert. Während die Kubatur des Gebäudes ruhig und geschlossen erscheint, gewinnt ihre Oberfläche durch das Wechselspiel von Farbe, Struktur und Schatten an Tiefe.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ausbildung der Fensteröffnungen. Im Obergeschoss rhythmisieren schmale, hochformatige Fenster die geschlossenen Wandflächen. Ihre tiefen Laibungen betonen die Massivität des Mauerwerks und verstärken die plastische Wirkung der Fassade. Im Erdgeschoss schaffen großformatige Verglasungen den Bezug zwischen den Wohnräumen und dem Garten. Die dunklen Fensterprofile und filigranen Absturzsicherungen ordnen sich der Materialität des Klinkers unter.

Die als zweischaliges Verblendmauerwerk ausgeführte Gebäudehülle verbindet die konstruktiven Anforderungen einer dauerhaft witterungsbeständigen Fassade mit einer eigenständigen architektonischen Wirkung. Die natürliche, ausschließlich durch den Brand erzeugte Farbigkeit des Wittmunder Klinkers unterstreicht dabei den materialgerechten Charakter des Entwurfs.

So entsteht ein Wohnhaus, dessen architektonische Qualität aus dem Zusammenspiel von Baukörper, Raumorganisation und Material entwickelt wird.

Projektdaten

Projekt: Haus im Grünen
Standort: Hamburg
Architektonisches Konzept: Architektin Heike Tellmann
Gebäudetyp: Einfamilienhaus / Neubau
Klinker: Wittmunder Klinker, Sortierung 68
Format: Dünnformat (DF), 240 × 115 × 52 mm
Fassade: Zweischaliges Verblendmauerwerk
Fotografie: Angela Simi

Verwendete Sortierung

Wittmunder Klinker Sortierung 68 Verblendklinker

Wichtige visuelle Akzente

Der Gesamteindruck der Sortierung Nr. 68 ist von den weiteren Elementen der Fassade abhängig. Dazu zählen Fugenfarbe, Fensterrahmen, Geländer, etc., welche wichtige visuelle Akzente setzen. 

Weitere Informationen zum Produkt sowie weitere Referenzen, finden Sie auf der Produktseite.

Sortierung Nr. 68 

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